Chronik der FF Klingenbach

Chronik

 

Die Freiwillige Feuerwehr Klingenbach wurde im Jahre 1882 gegründet. Dies ist eindeutig aus der im Stadtarchiv von Ödenburg befindlichen Broschüre – Jahresbericht des Soproner Komitates und der Stadt Ödenburg – herausgegeben vom Ödenburger Feuerwehrkomitatskommandanten „Rösch Frigjes“ aus dem Jahre 1902, zu ersehen.

Wie das nachfolgende Bild zeigt, sind im Abschnitt – statistische Übersicht des Feuerwehrwesens derselben Broschüre – 19 Ortschaften angeführt, darunter auch Klingenbach als das damalige ungarische „Klimpa“. Daneben sind folgende Angaben zu lesen: Häuser 184, Seelen 1122 und das Gründungsjahr der Feuerwehr 1882.

 

Dasselbe Gründungsjahr ist nur noch bei Kolnhof, dem ungarischen „Kópháza“ angeführt, während bei allen anderen Ortschaften der Umgebung ein viel späteres Gründungsjahr, meist 1890 bzw. 1891 angeben ist.

Daraus ist zu ersehen, dass unsere Feuerwehr eine der ältesten Organisationen dieser Art in der weiteren Umgebung ist. Dies kann man wohl darauf zurückführen, dass Klingenbach bis zu den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts eine Urbarialgemeinde der Stadt Ödenburg war. Die Komitatsstadt Ödenburg nahm in dem damals westungarischen Raum, dem unser heutiges Burgenland angehörte, eine führende Rolle beim Aufbau der organisierten Feuerwehren auf freiwilliger Basis ein. 1863 wurde hier durch den Oberlehrer Friedrich Rösch die erste durch staatliche Satzungen anerkannte Freiwillige Feuerwehr gegründet.

Von Ödenburg strahlte der Gedanke der Gründung von organisierten Feuerwehren auf freiwilliger Basis in die Landgemeinden hinaus. So hatte 1874 Eisenstadt, 1875 Mattersburg und 1881 auch Neusiedl am See Freiwillige Feuerwehren. Der Umstand, dass damals alle Häuser unserer Ortschaften mit Stroh gedeckt waren und es sehr leicht und oft zu verheerenden Großbränden kam, bei denen ganze Ortsteile ein Raub der Flammen wurden, mag die treibende Kraft gewesen sein, eine Feuerwehr zu gründen. So soll nach mündlicher Überlieferung im Jahre 1875 ein Großbrand in Klingenbach eine ganze Gasse (heutige Schulgasse) mit 15 Häusern vernichtet haben.
 


Die Gründungsurkunde über die Feuerwehr von Klingenbach konnte leider auch im Stadtarchiv von Ödenburg nicht gefunden werden. Nach Aussagen älterer Bewohner ist es Herr Johann Csecsinovich gewesen, der die Initiative dazu ergriff und der mit anderen tüchtigen und mutigen Männern eine eigenständige und einsatzbereite Feuerwehr gründete.

Leider fehlen auch alle schriftlichen Unterlagen über den Aufbau und die Entwicklung der Klingenbacher Freiwilligen Feuerwehr von der Gründung bis zum Jahre 1935. Protokollbücher, soweit welche geführt wurden und andere schriftliche Aufzeichnungen über die Entwicklung und die Tätigkeit unserer Feuerwehr in diesem Zeitraum, sind durch die Kriegsgeschehnisse im Jahre 1945 und beim Einmarsch der Russen in unseren Ort verloren gegangen.

Bei Nachforschungen in Archiven und alten Zeitungen konnten nur wenige Daten über diesen Zeitraum gefunden werden.

Das nachfolgende Bild zeigt die Freiwillige Feuerwehr von Klingenbach im Jahre 1888 mit einer fahrbaren Handdruckspritze. Ob diese Aufnahme anlässlich der ersten Spritzenweihe gemacht wurde, konnte nicht eruiert werden.

 

1899

Im Ödenburger Komitatskalender und Adressenbuch aus dem Jahre 1899 ist unter – statistische Daten – bei Klimpa (Klingenbach) über die Freiwillige Feuerwehr folgendes zu lesen:
Eisner Bodog (Felix) – Stellvertretender Präses
Stipkovits Sàndor (Alexander) – Hauptkommandant
Pittner Jànos (Johann) – Unterkommandant
Wukovits Matyias (Matthias) – Kassier
Eisner Bodog (Felix) – Kontrollor
Eisner Pius – Zugskommandant
Vlasits Pàl (Paul) – Geräteverwalter u. Trompeter
 

1902

Laut Jahresbericht des Soproner Komitates und der Stadt Ödenburg aus dem Jahre 1902 – hat die Feuerwehr Klingenbach keinen Hauptmann, wohl aber eine Handdruckspritze mit 118 m Schlauch, 3 Leitern, 36 Helme und Spitzhacken.

 

1908

Durch einen Brand wurden 5 Scheunen mit allen Futtervorräten eingeäschert. Der Brand brach am 10. September im Haus von Vlasits Matthias aus.

 

1911

Im Komitatskalender und Adressenbuch dieses Jahres ist unter – statistische Daten - über die Feuerwehr von Klingenbach folgendes zu lesen:
Thomas Payrits – Präses
Kommandostelle – unbesetzt
Pittner Jànos – Vizekommandant

 

1919

Die Freiwillige Feuerwehr Klingenbach erhält eine neue Fahne. Fahnenpatin ist Frau Hartmann Maria, die Gattin des Gastwirtes Hartmann Paul.

 

1924

In diesem Jahr wurde das Gerätehaus erbaut. Bis dahin musste sich die Feuerwehr mit einem kleinen Raum im Gemeindegasthaus begnügen.

 

1926

Die Gemeinde errichtete in diesem Jahr auf dem Hauptplatz (Curak) ein großes überdecktes Wasserreservoir, damit bei einem eventuellen Brand genügend Wasser vorhanden ist.

 

1930

Die Freiwillige Feuerwehr Klingenbach erhält die erste Motorspritze. Am 7. September 1930 fand die Spritzenweihe statt. Spritzenpatin war wieder Frau Hartmann Maria.
 

1931

Am 6. August, um 23:00 Uhr, ging über Klingenbach ein heftiges Unwetter nieder. Durch Blitzschlag brach im Hause des Landwirtes Wild Andreas Feuer aus. Obwohl die Feuerwehr bald zur Stelle war, konnte das Haus und das Wirtschaftsgebäude mit allen Futtervorräten nicht gerettet werden.

 

1935

Im Leben der Freiwilligen Feuerwehren begann im Jahre 1935 ein neuer Abschnitt. In diesem Jahr haben die Feuerwehren aufgehört „Vereine“ zu sein. Sie wurden im Zuge der Reorganisation des gesamten Feuerwesens im Burgenland zu einer Körperschaft des öffentlichen Rechtes erklärt. So wurde auch die Feuerwehr von Klingenbach – laut Protokoll vom 25. August 1935 – neu konstituiert und folgende Gruppierungen und Ernennungen vorgenommen:
Karall Jakob – Kommandant
Eisner Andreas – Zugskommandant
Radits Paul – Zugskommandant Stellvertreter
Eisner Felix – Löschmeister
Divos Alexander – Maschinenmeister
Dragschitz Lorenz – Maschinenmeister Stellvertreter
Divos Johann – Zugsführer
Prior Jakob – Gruppenführer
Wild Matthias – Rottenführer
Wukovits Matthias – Fahnenträger
Lassl Stefan – Schriftführer
Dihanich Stefan – Kassier
Sanitätsdienst: Pinterits Franz, Dihanich Josef und Karall Stefan
Schutzmannschaft bzw. Löschmannschaft:
Jankovits Franz, Weikovits Franz, Wild Josef, Dimlits Viktor, Preschits Thomas, Preschits Franz, Wukovits Julius, Wukovits Franz, Karall Lorenz, Frank Paul, Dihanits Thomas, Frank Franz, Frank Michael, Hartmann Stefan, Vlasits Viktor, Wlasits Matthias, Eisner Johann,
Hornisten: Dihanich Johann und Kaiser Josef.

Payrits Thomas und Wild Andreas wurden für ihre langjährigen und erfolgreichen Dienstleistungen in der Feuerwehr zu Ehrenhauptmännern ernannt. In diesem Protokoll sind das erste Mal namentlich alle ausübenden Mitglieder der damaligen Freiwilligen Feuerwehr Klingenbach angeführt.

 

1939

Als 1939 der 2. Weltkrieg ausbrach und nach und nach alle jungen Männer zum Wehrdienst eingezogen wurden, war die Feuerwehr bald dezimiert; die Zahl der Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr wurde immer kleiner. Doch auch in dieser schweren Zeit blieb die Feuerwehr unter ihrem Kommandanten Karall Jakob aktiv und einsatzfähig.

 

1945

Im Zuge der Kampfhandlungen gegen Ende des 2. Weltkrieges im März/April 1945 wurde neben mehreren Häusern auch die Kirche, besonders aber der Kirchturm schwer beschädigt. Im Dorfe brannten 3 Stadel vollständig ab. (Hartmann Robert, Vlasich Viktor und Maleschitz Katharina).

 

1948

Nach dem Kriegsende begann man wieder mit dem Aufbau der Feuerwehr. Eine Aufzeichnung aus dem Jahre 1948 besagt, dass die Freiwillige Feuerwehr Klingenbach wieder 35 ausübende Mitglieder zählt. Im Frühjahr 1948 brannte der Gemeindestierstall und die anschließende Scheune mit allen Futtervorräten ab. Durch das rasche Eingreifen der Feuerwehr konnte jedoch der Gefahrenherd bald lokalisiert werden.

 

1955

Durch die Gemeinde wurden 5 Stück B-Schläuche á 20 m, 20 Stück Combi und eine Tragbahre gekauft.
 

1961

Am 13. September 1961 brach bei Herrn Maleschitz Johann (Nr. 318) auf dem Dachboden des Wohnhauses Feuer aus. Obwohl die Feuerwehr bald zur Stelle war, konnte der Dachstuhl nicht mehr gerettet werden.

 

1962

Im Jahre 1962 feierte die Freiwillige Feuerwehr Klingenbach ihr 80jähriges Jubiläum. Als Jubiläumsgabe erhielt die Feuerwehr eine neue Motorspritze VW-Gugg. Die Spritzenweihe fand am 17. Juni 1962 statt. Frau Eisner Juliana, die Gattin des Sodawassererzeugers Eisner Stefan war Spritzenpatin.

 

1963

Am 24. September 1963 brach in der voll mit Stroh angeräumten Scheune des Gastwirtes Paul Gregorits ein Brand aus. Durch rasches und zielsicheres Eingreifen der Feuerwehr konnte ein Ausbreiten des Brandes auf das übrige Wirtschaftsgebäude sowie auf das Nachbaranwesen verhindert werden. Die Scheune mit allen gelagerten Strohballen brannte jedoch ab.

 

1969

Ein Waldbrand richtete am 06.05.1969 im Urbarialwald einen großen Schaden an. Die Feuerwehr stand stundenlang im Einsatz. 2,5 ha Wald wurden vernichtet.

 

1974

Das Gerätehaus und der Mannschaftsraum wurden renoviert und in ein zweckmäßiges Gebäude mit einem entsprechendem Schulungsraum für die Feuerwehren umgebaut.

 

1975

In diesem Jahr wurde eine Jugendgruppe der Feuerwehr gegründet. Es haben sich 11 Jugendliche dazu gemeldet; sie beteiligten sich an den Jugendwettkämpfen und erzielten den 4. Rang.

 

1976

Die Gemeinde Klingenbach feierte ihr 700jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass bekam auch die Feuerwehr neue A-Uniformen (12 Stück) samt Kappen und Krawatten.

 

1977

Anschaffung einer fahrbaren Schiebeleiter Type 72 AL – 11 m, welche für verschiedene Einsatzzwecke notwenig ist.

 

1980

Am 24. Februar 1980 legte der bisherige Ortsfeuerwehrkommandant Dihanich Jakob nach 17 Dienstjahren sein Amt nieder. Zum neuen Kommandanten wurde BM Pirger Franz gewählt. Der zurückgetretene Ortsfeuerwehrkommandant wurde für seine Verdienste um die Feuerwehr zum Ehrenkommandanten ernannt. Die Feuerwehr erwirbt das nicht mehr in Betrieb befindliche Kühlhaus, welches an das Gerätehaus der Feuerwehr angebaut ist.

 

1981

Das im Vorjahr erworbene Kühlhaus wird umgebaut und mit dem bestehenden Gerätehaus zu einem Komplex vereinigt. Feuerwehrkameraden leisten dabei freiwillig und kostenlos ca. 450 Arbeitsstunden.
Am Ostersonntag, dem 19. April nachmittags stiegen plötzlich Rauchschwaden aus dem Dachgeschoß des einstöckigen Wohnhauses des Zimmermeisters Rauch Viktor, Lange Gasse 28, empor. Es wird vermutet, dass es durch Funkenflug im Dachgeschoss zu brennen begann. Um an den Brandherd heranzukommen , musste von der Feuerwehr vorerst die Eternitdeckung aufgerissen werden. Nun konnte die Feuerwehr den Brand rasch dämmen, ehe es so richtig zu brennen angefangen hatte. Hier wurde die neu angeschaffte Schiebeleiter das erste Mal eingesetzt und es zeigte sich, wie vorteilhaft es ist, eine solche Leiter zu besitzen.

 

1982

Am 6. Juni werden in Klingenbach die Bezirksleistungswettbewerbe aus Anlass der 100-Jahr-Feier der Freiwilligen Feuerwehr Klingenbach ausgetragen. Als Jubiläumsgeschenk erhält die Feuerwehr den lang ersehnten Tankwagen TLF 1000.

 

1987

Aufgrund der immer wachsenden Mitgliederzahl musste ein Kommandofahrzeug (VW-Bus) angeschafft werden, welches im Einsatzfall als Mannschaftstransportmittel genutzt werden kann.

 

1990

Nach 10-jähriger Tätigkeit als Ortsfeuerwehrkommandant übergibt ABI Pirger Franz sein Amt dem bisherigen Zugskommandanten Herrn BM Dihanits Thomas.

 

1991

Durch den Ankauf diverser Handfunkgeräte und Fahrzeugfunkgeräte wird die Freiwillige Feuerwehr Klingenbach auf den neuesten Stand der Technik aufgerüstet.

 

1992

Durch das ständig steigende Verkehrsaufkommen auf der B16 und durch die daraus folgende steigende Verkehrsunfallzahl, wird die FF Klingenbach mit einem Rüstanhänger ausgestattet. In diesem befindet sich ein Rettungssatz bestehend aus Stromerzeuger (+Beleuchtungsanlage) und einem hydraulischen Rettungsgerät (Holmatro Kombispreizer). Mit diesem Gerät ist die Feuerwehr in der Lage bei Verkehrsunfällen eingeklemmte Personen aus dem Fahrzeug zu befreien.

 

1998

Um eine effiziente Brandbekämpfung gewährleisten zu können, wurde in diesem Jahr ein Kleinlöschfahrzeug (KLF) der Type Mercedes Benz angekauft. Dieses Fahrzeug ist mit einer Tragkraftspritze (FOX II) beladen. Weiters wurde das Alarmierungssystems AIRPAGE samt Funkgeräten angekauft.

 

2001

Da sich in den letzten Jahren einiges bei den Atemschutzgeräten geändert hat, musste sich nun auch die FF Klingenbach neue Überdruckgeräte (PSS 90) anschaffen. Die alten Normaldruckgeräte entsprachen nicht mehr den geforderten Sicherheitsbestimmungen.

 

2002

Das alte Feuerwehrhaus entsprach seit Jahren nicht mehr den aktuellen Anforderungen, deshalb beschloss die Gemeinde gemeinsam mit der FF Klingenbach ein neues Feuerwehrhaus zu errichten. Das alte Feuerwehrhaus wurde komplett abgebrochen, das neue moderne Gebäude wurde am gleichen Platz in rekordverdächtiger Bauzeit errichtet - Abbruch des alten Feuerwehrhauses Ende März 2002, Fertigstellung (ohne Einrichtung) Dezember 2002!

 

2003

Nach einer sehr kurzen Bauzeit, welche durch die große Unterstützung der Gemeinde und durch die enormen freiwilligen Arbeitsstunden der Feuerwehrmitglieder erreicht wurde, wurde das neue Feuerwehrhaus am 07.06.2003 gesegnet. Dieses neue Feuerwehrhaus  entspricht nun den aktuellen Anforderungen der Gemeinde Klingenbach.
Weiters qualifizierte sich die Wettkampfgruppe für die 9.Bundesfeuerwehrleistungswettkämpfe in Innsbruck. Bei diesem Bewerb, welcher nur alle 5 Jahre stattfindet, treten nur die besten Gruppen Österreichs an. Dass die Wettkampfgruppe dort antreten konnte, war nicht nur ein Riesenerfolg, sondern auch eine große Auszeichnung für die Feuerwehr und für die Gemeinde Klingenbach.

 

2005

Nach 15-jähriger erfolgreicher Tätigkeit als Ortsfeuerwehrkommandant übergab OBI Dihanits Thomas das Kommando an den bisherigen Gruppenkommandanten HLM Schimetits Elmar. Der scheidende Kommandant wurde für seine verdienstvolle Arbeit geehrt und zum Ehrenortsfeuerwehrkommandanten ernannt.

 

2006

Die Freiwillige Feuerwehr Klingenbach hatte die Ehre nach 1982 wieder den Bezirksfeuerwehleistungsbewerb und den Bezirksfeuerwehrjugendleistungsbewerb („Bezirkswettkämpfe“) veranstalten zu dürfen. Am 20. Mai 2006 konnten ungefähr 100 Wettkampfgruppen ihr Können am Sportplatz (Löschangriff) und in der Augasse (Staffellauf) unter Beweis stellen. Aus dem Reinerlös dieser Veranstaltung wurden Einsatzjacken angekauft.

 

2007

Da die FF Klingenbach in den letzten Jahren immer mehr Mitglieder hat, musste nun zu den beiden Einsatzfahrzeugen KLF und TLF auch noch ein Mannschaftstransportfahrzeug dazu gekauft werden. Neben dem Einsatzbetrieb soll dieses Fahrzeug auch von der Feuerwehrjugend und den beiden Wettkampfgruppen genutzt werden. Fahrzeug-Details: Mercedes Benz Vito 111 CDI mit 119-PS-Dieselmotor, 9 Sitzplätze, Verkehrsleiteinrichtung am Heck aufgebaut.

 

2008

Das Jahr 2008 stand ganz im Zeichen der Wettkampfgruppe. Bei den Landeswettkämpfen in Güssing wurde sie 2. Landessieger in der Kategorie Bronze A. Das ist bisher mit Abstand das beste Bewerbsresultat der FF Klingenbach. In diesem Jahr fanden ferner die Bundesfeuerwehrleistungsbewerbe in Wien statt. Bei diesem Bewerb wurde die FF Klingenbach als 16. in Bronze A und 18. in Silber A jeweils die beste burgenländische Mannschaft.

 

2009

Im Jahr 2009 war die Freiwillige Feuerwehr bei den diversen Bewerben sehr engagiert. Die Wettkampfgruppe holte den Bezirkssieg sowie den Vize-Landessieg ein (jeweils in Bronze A). Ein Trupp absolvierte erstmalig die Atemschutzleistungsprüfung in Gold (3. Platz). Ebenfalls zum ersten Mal absolvierten 4 Gruppen die Technische Leistungsprüfung in Bronze.
Zu Beginn des Jahres musste die FF Klingenbach in Zagersdorf beim Löschen zweier Brände mithelfen. Im Juni gab es eine Hochwasserkatastrophe in der Nachbarortschaft Wulkaprodersdorf, bei welcher die FF Klingenbach 3 Tage lang im Einsatz war.

 

2010

Das alte Tanklöschfahrzeug aus dem Jahr 1982 wurde im Jahr 2010 endlich durch ein neues Rüstlöschfahrzeug RLFA 2000 ersetzt. Details zum Fahrzeug: Das Rüstlöschfahrzeug dient zum einen als Schnellangriffsmittel um Brände zu löschen und zum anderen beinhaltet es alle notwendigen Geräte für technische Einsätze (z.B. Verkehrsunfälle). Mercedes Benz Atego 16 t, 290 PS, Baujahr 2010, Aufbau: Rosenbauer, Besatzung: 1+8, 2400l-Wassertank, 200l-Schaumtank, Holmatro Rettungssatz.
Im April und im Juli war die FF Klingenbach bei 2 Großbränden in Wulkaprodersdorf (Plastik-Entsorgungsbetrieb) im Einsatz.
Die Bewerbsgruppen waren im Jahr 2010 äußerst erfolgreich. Es konnten u.a. folgende Erfolge errungen werden: 3. Platz in Silber A bei Landeswettkämpfen, Bezirkssieger in Bronze A; Atemschutzleistungsprüfung: Bezirkssieger in Gold und Vizebezirkssieger in Silber.

 

2011

Mit Jahresanfang übernahm BI Ing. Karall Konrad die Funktion des Ortsfeuerwehrkommandant-Stellvertreters. Sein Vorgänger BI Pirger Michael hatte diese Position seit dem 01.05.1998 inne.
Die FF Klingenbach hatte viele technische Einsätze nach Verkehrsunfällen mit zum Teil schwer verletzten Personen auf der Ortsumfahrung Klingenbach (B16) zu bewältigen.
Es wurden zahlreiche Leistungsbewerbe bestritten: 3 Gruppen nahmen an Landes- und Bezirkswettkämpfen teil, Atemschutzleistungsprüfungen wurden absolviert. Ferner wurde erstmalig von der FF Klingenbach die Technische Leistungsprüfung in Gold durchgeführt.

 

2012

Die Wettkampfgruppe der FF Klingenbach nahm zum insgesamt 3. Mal an Bundeswettkämpfen teil. Diese fanden vom 07. bis 09.09.2012 in Linz statt. Dabei wurde die FF Klingenbach als 28. in Silber A die beste burgenländische Mannschaft
Die Wettkampfgruppe konnte bei den Bezirkswettkämpfen Eisenstadt-Umgebung einen Vierfachtriumph feiern: Bezirkssieger in Bronze A und in Silber A, Tagessieger und Sieger des Parallelbewerbs.
2 Kameraden absolvierten die Feuerwehrmatura (FLA in Gold) und belegten dabei Plätze im Spitzenfeld (5. und 11.).
Bei der Atemschutzleistungsprüfung in Eisenstadt wurde der Trupp der FF Klingenbach Bezirkssieger in Bronze.

 

2013

Die FF Klingenbach veranstaltete zum ersten Mal die Atemschutzleistungsprüfung des Bezirksfeuerkommandos Eisenstadt-Umgebung in der Jubiläumshalle Klingenbach. Der Klingenbacher Atemschutztrupp konnte dabei den Sieg in Bronze und in Silber sowie den Tagessieg erringen.

Die Wettkampfgruppe der FF Klingenbach war in diesem Jahr wieder äußerst erfolgreich und konnte folgende Erfolge feiern: Bezirkssieger Silber A, Vizebezirkssieger Bronze A, Bezirkstagessieger und Vizelandessieger Silber A.

Die FF Klingenbach absolvierte das erste Mal die Ausbildungsprüfung Löscheinsatz (APLE), 14 Kameraden (3 Gruppen) konnten dabei das Leistungsabzeichen Stufe 1 erringen.

 

2014

Das Einsatzjahr 2014 bestand hauptsächlich aus einigen Fahrzeugbergungen auf der Ortsumfahrung Klingenbach (B16) und zwei kleineren Hausbränden in der Nachbarortschaft Siegendorf.

Die Wettkampfgruppe der FF Klingenbach konnte bei den Bezirkswettkämpfen in Schützen am Gebirge neben dem Sieg in Parallelbewerb auch die Vize-Bezirkssiege in Bronze A und in Silber A gewinnen.

Bei der Atemschutzleistungsprüfung in Großhöflein konnte die FF Klingenbach die Bezirkssiege in Silber und in Gold erringen.

Das Gasthaus des Kameraden HLM Ivanschitz Hannes diente die letzten Jahrzehnte als Veranstaltungsstätte des Feuerwehrballs. Nachdem dieser 2013 seine Pension angetreten hat, fand der Feuerwehrball ab dem Jahr 2014 im Gasthof unseres Kameraden HLM Gregorits Paul statt.

 

2015

Nach 10-jähriger Tätigkeit als Ortsfeuerwehrkommandant übergab HBI Schimetits Elmar im Mai das Kommando an seinen bisherigen Stellvertreter HBI Ing. Karall Konrad. Als Ortsfeuerwehrkommandant-Stellvertreter wurde der bisherige Jugendbetreuer OBI Ing. Wild Christoph ernannt.

Die Kameradin HFM Vlaschits Julia absolvierte das Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold (Feuerwehrmatura) und belegte dabei den 2. Rang.

Der Atemschutztrupp der FF Klingenbach konnte zum 3. Mal den Bezirkssieg in der Kategorie Gold erringen und sicherte sich damit für immer den Wanderpokal.

Nach einigen Jahren Pause bildete sich wieder eine Jugend-Wettkampfgruppe, welche an den Bezirks- und Landesjugendfeuerwehrbewerben erfolgreich angetreten ist.

Die Wettkampfgruppe Klingenbach konnte bei den Bezirkswettkämpfen den Bezirkssieg in Silber A und den Vizebezirkssieg in Bronze A erringen. Bei den Landeswettkämpfen wurden mit dem 4. Platz in Bronze A und mit dem 7. Platz in Silber A ebenfalls Spitzenplätze erzielt.

Das Einsatzjahr verlief relativ ruhig, erwähnenswert ist lediglich ein Motorradunfall beim Kreisverkehr (B16) mit einem Schwerverletzten.

 

2016

Neben den gewohnten technischen Einsätzen auf der Ortsumfahrung Klingenbach (Fahrzeugbergungen nach Verkehrsunfällen) gab es 2016 auch einen kuriosen Brandeinsatz mitten im Ortsgebiet. Ein PKW rammte die Bushaltestelle (Kreuzung Ödenburger Straße und Grünberggasse), blieb darin stecken und fing Feuer.

Die Wettkampfgruppe konnte sich zum vierten Mal in Folge für die Bundeswettkämpfe qualifizieren (2016 in Kapfenberg), bei welchen sie die Plätze 26 (Bronze A) und 79 (Silber A) belegen konnte. Bei den Bezirkswettkämpfen errang die Wettkampfgruppe den Vize-Bezirkssieg in Bronze A und bei den Landeswettkämpfen den 4. Platz in Silber A.

Bei der Atemschutzleistungsprüfung holte sich die FF Klingenbach die Bezirkssiege in Bronze und Silber und konnte sich dadurch die zwei Wanderpokale für immer sichern.

 

 

Stand: 20.01.2017
Autor seit 2002: V Dr. Stefan Wild